
Mein Studium begann ich vor fast vier Jahrzehnten mit Physik und schloss es ab mit Ethno-Soziologie. Daraufhin war ich in sozialwissenschaftlicher Lehre und Forschung im In- und Ausland tätig - über mehrere Jahre hauptsächlich in Südafrika.
Während meiner akademischen Laufbahn habe ich mich in den unterschiedlichsten Disziplinen umgesehen. Einiges habe ich darüber publiziert, manches will noch geschrieben werden, anderes sammelte sich an. Ich habe mich entschlossen, diese "gesammelten Werke", soweit sie lesbar vorliegen, in dieser Website zum freien Nutzen und Frommen anzubieten.
Wie man dem Menü entnehmen kann, war und bin ich interdisziplinär orientiert. Interdisziplinarität ist jedoch in der "sacra academica" nicht immer förderlich, denn obwohl sie propagiert wird, wird sie mit Mißtrauen beäugt und insgeheim bekämpft; nach dem Motto: "Wo kommen wir hin, wenn sich jeder in meinem Garten tummelt!" Nun, zum Ende meines offiziellen akademischen Daseins, habe ich nichts mehr zu befürchten...
Mein Steckenpferd ist die Physik, mit der ich einmal angefangen habe. Es ist jedoch nicht primär die Physik, sondern die Philosophie der Physik, und hierbei interessiert mich die reizvolle - oder, je wie man es nimmt, verrückte - Fragestellung, wie physikalische Naturordnung mit Sozial- und Kognitionsordnung zusammenhängen könnte? Das ist mehr als gewöhnliche Naturphilosophie. Hierbei folge ich dem Konstruktivisten und kybernetischen Epistemologen Heinz von Foerster, der annimmt, dass die Natur über die 'Kognition' des Menschen als 'kognitive Natur' ihre Gesetze als Gesetze der Physik und Biologie selbst schreibt. Philosophie entspräche in diesem Sinne der Erkenntnis der Grundprinzipien der Natur im höchsten reflexiven Kognitionszustand der Natur. Der amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson konstatierte dies schon im 19. Jhdt. mit der These: Nature = Spirit.
Gewöhnlich wird diese Philosophie gnostisch verstanden, mich interessiert jedoch eine philosophische Mathesis universalis. Ich bin der Überzeugung, dass sie, statt endgültig ausgeträumt, im Gegenteil im 21. Jahrhundert endlich vollendet werden könnte, denn es sind nun ausreichende Vorbereitungen dafür getroffen worden. Eine der wichtigsten Entwicklungen besteht in der Konzipierung der geometrischen Algebra als Grundmodell der Logik einer Mathesis universalis. Es handelt sich zwar prima vista um Mathematik, ebenso um Mathematik der Physik, doch als geometrische Sprache der Natur repräsentiert sie deren kognitive Erscheinungsform. Um sie jedoch als Voraussetzung einer Naturphilosophie zu verstehen muss man auf die Logik der Beziehung zurückkommen, die sich abstrakt und formal in der Form der Relation aRb darstellen läßt. Also ich behaupte, die Logik der Relationskonzepts ist Voraussetzung der geometrischen Algebra, die wiederum als logisches Grundmodell einer Naturphilosophie im Sinne der Mathesis universalis verstanden werden kann. Dies will erläutert sein. Dies habe ich in folgendem Vortrag an der TU Darmstadt vom Januar 2010 anzubieten.
Von Grassmanns Ausdehnungslehre zur Geometrischen Algebra und Logik
Frühere Entwürfe findet man hier:
Philosophie des Relationskonzepts und der Geometrischen Algebra
Erkenntnistheorie, Geometrische Algebra und Logik, Relationsphilosophie
Wer sich mit mir in Verbindung setzen möchte kann dies gerne unter folgender Emailadresse tun:
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